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Beim ESF-Programm "IdA - Integration durch Austausch", steht die Förderung des transnationalen Austausches und der transnationalen Mobilität durch innovative Projekte im Vordergrund. Es soll erprobt werden, wie die berufliche Eingliederung von Personengruppen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt durch die Förderung des transnationalen Austausches und der transnationalen Mobilität und dem damit verbundenen Erwerb berufspraktischer Erfahrungen im EU-Ausland unterstützt werden kann.
Außerdem soll "IdA - Integration durch Austausch" einen Beitrag zu Reformen der Beschäftigungspolitik und ihrer praktischen Umsetzung leisten. Mit dem Aufbau von thematischen Kooperationsbeziehungen zu den anderen EU-Mitgliedsstaaten soll der Ergebnisoutput wie auch der Transfer von "guten Beispielen" auf der nationalen Ebene und auf der EU-Ebene unterstützt werden.
Das transnational angelegte Programm "IdA - Integration durch Austausch" wird durch die folgenden beiden Schwerpunkte umgesetzt:
1) Der erste Programmschwerpunkt hat die Erhöhung der Beschäftigungschancen benachteiligter Personengruppen durch die Förderung des transnationalen Austausches und der transnationalen Mobilität zum Ziel. Insbesondere folgende Personengruppen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt sollen angesprochen werden:
- benachteiligte Jugendliche und arbeitslose junge Erwachsene
- (ältere) Langzeitarbeitlose
- Menschen mit Behinderungen
- Berufsrückkehrer/innen
Außerdem ist beabsichtigt, die Erweiterung der beruflichen Kenntnisse von Beschäftigten in KMU und von jungen Arbeitnehmenden durch den Erwerb von Berufserfahrungen im EU-Ausland zu fördern.
In einem ersten Aufruf steht die Förderung des transnationalen Austausches und der transnationalen Mobilität von benachteiligten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Erwachsenen sowie von alleinerziehenden Frauen in Qualifizierungsmaßnahmen oder in der Ausbildung im Mittelpunkt. Aufrufe zur Förderung von transnationalen Vorhaben unter Einbezug der anderen oben aufgeführten Personengruppen erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.
Gefördert werden Projektverbünde auf lokaler bzw. regionaler Ebene mit zwei und höchstens vier Partnern, wobei die örtlichen Grundsicherungsstellen (Arbeitsgemeinschaften, zugelassene kommunale Träger und Agenturen für Arbeit mit getrennter Aufgabenwahrnehmung) bzw. die Agenturen für Arbeit in einen Projektverbund zwingend einzubinden sind.
Es werden ausschließlich Projektverbünde unterstützt, die mit mindestens einem transnationalen Partner aus mindestens einem EU-Mitgliedsstaat zusammenarbeiten. Interessant für unseren Bezirk: Partner/innen aus der Türkei sind ebenfalls förderfähig.
Das Verfahren zur Einreichung der Projektvorschläge finden Sie auf den Internetseiten www.bmas.bund.de und www.esf.de.
Die für die Einreichung von Projektvorschlägen relevanten Unterlagen können außerdem mit einer Email an ida@bmas.bund.de angefordert werden.
Projektvorschläge sind bis spätestens zum 16.12.2008 an das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Abteilung VI, Gruppe Soziales Europa 2
Rochusstr. 1
53123 Bonn
zu übersenden.
2) Der zweite Programmschwerpunkt zielt auf die Festigung von Netzwerkstrukturen und thematischen Kooperationsbeziehungen zu den anderen EU-Mitgliedsstaaten ab. Es ist beabsichtigt , thematische Kooperationsbeziehungen mit anderen Mitgliedsstaaten aufzubauen, wobei zur Zeit folgende thematischen Schwerpunkte im Vordergrund stehen werden:
- Gründungsunterstützung
- berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten
- berufliche Integration von Strafgefangenen/-entlassenen
- Altersmanagement
- Asyl / Opfer von Menschenhandel
- Gender Mainstreaming sowie
- die Erhöhung des Beschäftigungsanteils von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Arbeitsmarkt.
Für den thematischen Schwerpunkt "Gründungsunterstützung" hat Deutschland die Federführung übernommen. Das im Rahmen der GI EQUAL auf transnationaler Ebene entwickelte "European Tool on Inclusive Entrepreneurship" wird in der neuen ESF-Förderperiode weiterentwickelt. Auf europäischer Ebene sind fünf Arbeitsgruppen zu den Themen "Action Planning / Policy Coordination", "Enterprise Education", "Quality Management", "Coaching / Mentoring and Outreach" sowie "Access to Finance" eingerichtet worden. Derzeit wird die Gesamtkonzeption mit acht weiteren EU - Mitgliedsstaaten abgestimmt.
Ein erster Aufruf zum zweiten Schwerpunkt soll voraussichtlich Mitte 2009 erfolgen.
